BACKJUMPS – The Live Issue: Reality Check, kuratiert von Adrian Nabi, Lukas Feireiss, Manuel Osterholt und Daniel Künzler, widmet sich einem der prägendsten Independent-Magazine im Kontext von Style Writing und überführt dessen publizistische Praxis in ein zeitgenössisches Ausstellungsformat.
Anfang der 1990er-Jahre von Adrian Nabi gegründet, entwickelte sich BACKJUMPS zu einem zentralem Medium innerhalb einer international wachsenden Writing Culture. Lange vor sozialen Medien verband das Magazin Szenen in Europa und den USA und schuf einen visuellen und kulturellen Austausch, der weit über lokale Kontexte hinausreichte.
BACKJUMPS dokumentierte nicht einfach nur eine Szene — das Magazin prägte ihre visuelle und kulturelle Sprache entscheidend mit. Durch die Verbindung von Bildmaterial, Texten und einer eigenständigen Haltung formte BACKJUMPS aktiv den Diskurs rund um Style Writing und trug wesentlich dazu bei, dieses als globale kulturelle Praxis sichtbar zu machen.
Vom Printmedium zur räumlichen Plattform Live Issue: Reality Check knüpft an die Tradition der sogenannten Live Issues an, bei denen BACKJUMPS über das Medium Magazin hinaus in den Ausstellungsraum und den urbanen Kontext erweitert wird.
Die Ausstellung entfaltet sich als vielschichtige räumliche Situation: Archivmaterial aus dem originalen BACKJUMPS-Archiv — darunter Blackbooks, Zeichnungen, Fotografien und Videodokumentationen — tritt in direkten Dialog mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen, die aus der Writing Culture hervorgegangen sind.
Anstatt eine lineare historische Erzählung zu präsentieren, eröffnet die Ausstellung ein dynamisches Spannungsfeld zwischen Archivmaterial und zeitgenössischer Kunstpraxis. Obwohl Style Writing für viele der beteiligten Künstler:innen den kulturellen und ästhetischen Ausgangspunkt bildet, reichen die gezeigten Arbeiten heute weit über dessen ursprüngliches Vokabular hinaus — in Malerei, Skulptur, Installation, Abstraktion und konzeptuelle Ansätze. Verbunden sind die Positionen nicht durch einen gemeinsamen Stil, sondern durch eine geteilte kulturelle Herkunft und Haltung.
BETEILIGTE KÜNSTLER:INNEN
Akim, Anastasia Mikrou, Antwan Horfee, Brad Downey, Boris Dewjatkin, Boris Tellegen, Christian Falsnaes, Clemens Behr, Daniel Weissbach, David von Bahr, Dima Ilko, Doctc5, Egs, Enno Haar, Flash, Frédéric Platéus, Gues, Jay One Ramier, Jazzstylecorner, JonOne, Jürgen Große, Kadir Amigo Memiş, Kacao77, Kripoe, Laila Wiens, Manu Schauseil, Maurer United Architects, Mode2, Pablo Tomek, Part1, Phers, Pigenius Cave, Peter Michalski, Phos4, Poet62, R. Borrmann, Ruediger Glatz, Skki, The Wa, Thomas Bratzke, Victor Ash, Vincent Grunwald, Willem Strattmann and Zeal.
ARCHIV
Akay & Adams, Amok, Atome, Dejoe, Dero, Dondi, Esher, Henry Chalfant, Kase2, Kaze, Martha Cooper, Nicer, Odem, Serve, Shame125, Shek, Swoon, T-Kid170, West und Zephyr u. a.
Colab Gallery
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